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Franz Joseph Habitz: Die ältesten Pfarreien |
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Verlag Ludwig Leopold Bonn (Veröffentlicht in der Kirchenzeitung) 1969.
1. Teil
St. Martinus (um 1720) in der Pfarrkirche zu Flerzheim
Die Geschichte von Flerzheim beginnt in uralter Zeit. Die Funde, die bei Flerzheim gemacht wurden, bezeugen uns, daß hier schon in grauer Vorzeit Menschen gelebt haben. Auf Morenho-ven zu wurden Feuersteinabschläge und am Kottenforst ein 14 cm langes Feuersteinbeil gefun-den. Diese Funde weisen in die Steinzeit, die wir etwa um 3000 vor Christus ansetzen.
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Bonner Rundschau Silvester 1975/Neujahr 1976: Vorfahren Adenauers waren in Flerzheim "Ackerer" |
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Ingelore Winter spürte in der Rheinbacher Gegend den Spuren der Adenauers nach und veröffentlichte das Ergebnis in ihrem Buch "Der unbekannte Adenauer".
Flerzheim/Ober-/Niederdrees.
100 Jahre Konrad Adenauer. Im Dunstkreis der Ehrungen und Erinnerungen, der Memoiren und der filmischen Geschichtsschreibung wurde noch nie so viel wie heute über das Geschlecht der Adenauers geschrieben. Dabei rücken vor allem die Rheinbacher Stadtteile Flerzheim, Ober- und Niederdrees ins Rampenlicht, denn Flerzheim ist die "nachgewiesene Urheimat der Adenauer", so steht es im 200-Seiten-Buch "Der unbekannte Adenauer", das in diesen Tagen erschienen ist.
Hierin beschäftigt sich die Autorin Ingelore Winter ausführlicher mit den Vorfahren der Adenauer, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte in Flerzheim lebten und arbeiteten. Noch heute steht das Stammhaus der Familie an der Dorfstraße. Im Rheinbacher Rathaus werden seither Pläne geschmiedet, in Flerzheim eine Straße nach Adenauer zu benennen.
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St.-Martins-Kirchen im Bezirk Rheinbach |
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Die Anfänge unserer Martinskirchen sind fast alle mehr oder weniger in Dunkel gehüllt. Auffallend ist das öfter vorkommende Martinspatrozinium im Bezirk Rheinbach. Das muß einen historischen Grund haben. Der hl. Martin war der Lieblingsheilige der fränkischen Hausmeier und Könige. Bei Kirchheim stand eine fränkische Königsvilla. Die von den Normannen im 9. Jh. zerstörte Königsvilla Flamersheim ist dieses Schloß der Franken, das sonst Hockebur heißt. Die Hofkapelle war ohne Zweifel dem hl. Martin geweiht. Wie sehr die Franken ihre Nationalheiligen verehrt haben, geht aus einer Schenkungsurkunde König Karlmanns hervor. Er schenkte dem Bischof von Würzburg 26 Kirchen, von denen 13 dem hl. Martin und sechs dem hl. Remigius, dem Bischof von Reims, geweiht sind. Das Remigius-Patrozinium ist bei uns ebenso selten wie das von den Franken auch geschätzte Patrozinium des hl. Brictius, des Schülers und Nachfolgers des hl. Martin.
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Die große Angst vor den Barbaren ging um |
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"Römer-Report": Die Geschichte einer rheinischen Familie zwischen Varusschlacht und Frankensturm
Wie lebte man im Rheinland unter der Römerherrschaft? Welche Sorgen plagten die Menschen? Wie sah ihr Alltag aus? Wie komfortabel war ihr Leben, und wie empfanden sie die politische Konstellation - hier die Römer als "Besatzungsmacht" - da die "Barbaren" im freien Teil Germaniens und dazwischen die, die das Schicksal an die große Völkerschiene Rhein verschlagen hatte? Aufgrund von Bodenfunden weiß man heute viel mehr über diese bewegte Zeit, als es Cäsar mit seinen stark propagandistisch gefärbten Berichten zu vermitteln vermochte.
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Der römische Gutshof der Secundini bei Rheinbach-Flerzheim, Rhein-Sieg-Kreis |
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von Michael Gechter
Als im Sommer des Jahres 1975 in der Kiesgrube der Firma J. Zimmermann bei
Rheinbach-Flerzheim römische Mauern zutage traten, dachte niemand daran, dass hier weit über ein Jahrzehnt lang Ausgrabungen stattfinden sollten. Diese Ausgrabungen konnten natürlich nicht kontinuierlich durchgeführt werden, sondern hingen von dem jeweiligen fortschreitenden Kiesabbau ab. Da aber die Firma J. Zimmermann äußerst kooperativ war, wurde jegliche Bodenverfärbung sofort und auch am Wochenende dem Berichterstatter gemeldet, so dass es dem Rheinischen Landesmuseum Bonn/Rheinischem Amt für Bodendenkmalpflege jederzeit möglich war, die angeschnittenen Befunde zu untersuchen.
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