Dienstag, 13 November 2018
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Katholisches Pfarramt St. Martin Flerzheim | Drucken |  E-Mail

Swistbach 34
53359 Rheinbach-Flerzheim
Tel.: 02225/7336 oder Pastoralbüro Rheinbach: 02226/2167
Öffnungszeiten: Di. + Do. 10 - 12 h

Öffnungszeiten Pastoralbüro Rheinbach:
Mo. - Fr.   8-12 h
Mo. - Mi. 14-16 h
Do. 14 - 19 h

Internet: www.katholische-kirche-rheinbach.de

Kath. Kirchengemeinde St. MartinGeschichte der Pfarrkirche St. Martin in Flerzheim

Flerzheim gehört zu den ältesten Pfarreien unserer Umgebung. Christen haben jahrhundertelang das Leben der Gemeinde geprägt.

Schon vor mehr als tausend Jahren wurde hier der hl. Martinus -einer der beliebtesten Heiligen im Reich der Franken- als Pfarrpatron verehrt.

Das alte Gotteshaus, das auf dem Gelände des jetzigen Schulgebäudes stand, hatte noch einen Turm aus dem 12. Jahrhundert. Dieser Turm blieb bis zur Einweihung der neuen Kirche erhalten. Für kurze Zeit konnte man in Flerzheim die beiden Türme brüderlich nebeneinander stehen sehen.
An die Zeit des 12. Jahrhunderts erinnert noch heute ein romanisches Vortragekreuz, das vielen Generationen bei Prozessionen und kirchlichen Veranstaltungen vorgetragen wurde.

Für Dechant Peter Hommelsheim, der die Pfarrei Flerzheim 1900 übernahm, stellte sich 1908 die Aufgabe, ein neues Gotteshaus zu bauen. Architekt der im neugotischen Stil erbauten Kirche war Herr Stumpf aus Bonn. Der erste Spatenstich zur neuen Pfarrkirche erfolgte am 28.11.1908, die Grundsteinlegung im Beisein von 24 Priestern am 20.05.1909. Wegen der Erkrankung des damaligen Erzbischofs benedizierte Dechant Dr. Saße aus Rheinbach die neue Kirche am 26.09.1910. So konnte sie bereits zum Gottesdienst benutzt werden. Die eigentliche Weihe (Konsekration) erhielt das Gotteshaus am 18.05.1913. Seit dieser Zeit befinden sich im Hochaltar die Reliquien der hl. Ursula und Gefährtinnen. Trotzdem wurde auch die neue Kirche dem hl. Martinus geweiht.

Die Kirche kostete mit der Inneneinrichtung 150.000 Mark. Die Orgel allein (eine der ersten elektro-pneumatischen Orgeln der Fa. Klais/ Bonn) 11.000 Mark. Die Kosten der Kirche wurden hauptsächlich von der Gemeinde aufgebracht.

In den Jahren 1973-1996 wurde die Kirche in sechs Bauabschnitten umfangreich saniert und restauriert:

1973

Kirchturmsanierung (mit Anschaffung einer neuen Glocke)

1976

Instandsetzung des Kirchenschiffes (mit neuer Heizung)

1980

Innenrestaurierung (Restaurator Herr Minn)

1984

Orgelinstandsetzungsarbeiten (Fa. Klais)

1985

Instandsetzungsarbeiten im Chor (Voraltar) und Sakristei

1993

Erneuerung des Außenanstrichs

1995

Errichtung des Kirchplatzes und der Außenanlagen

1996

Abschluß der Renovierungsarbeiten mit Weihe der 5. (letzten) Glocke

Im Zuge der Renovierungsarbeiten unter der Leitung des Architekten Kurt Kleefisch wurde in der Pfarrkirche eine Induktionsschleife als Übertragungshilfe für Schwerhörige installiert und ein behindertengerechter Zugang geschaffen. Die Restaurierung des Gotteshauses war nur möglich durch die großzügige Hilfe seitens unseres Erzbistums und die Spendenfreudigkeit der Pfarrangehörigen.

Im Kirchturm hängen heute fünf Glocken: Die älteste ist dem hl. Martinus geweiht und stammt aus dem Jahr 1521. Die jüngste wurde 1996 zu Ehren der hl. Anna und der hl. Hedwig geweiht (Glockeninschrift: Anna und Hedwig, Ihr heiligen Mütter, erflehet uns Frieden und Versöhnung unter den Völkern). Die hölzernen Barockaltäre sowie die Muttergottesstatue erinnern auch an die Zeit der Zisterzienser, die fast vierhundert Jahre hindurch das Patronat über Flerzheim hatten. Die alten Altäre wurden während der Amtszeit von Pfarrer Koch (1945-1971) durch Schreinermeister Josef Auge aus Rheinbach restauriert und in unser jetziges Gotteshaus übernommen.

Seit Oktober 1996 befindet sich in der Pfarrkirche eine Reliquie der heiligen Hedwig, der Patronin Schlesiens, die heute auch als Brückenbauerin zwischen Ost und West gilt.

Die Flerzheimer Kirche bildet bis heute den Mittelpunkt des Ortes und ist mit ihrem 53 Meter hohen Turm weithin sichtbar.